Google Analytics und die Rechtslage

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Veröffentlicht:
Dezember 2012

Zahlreiche Website-Betreiber nutzen Google Analytics um die Besucherströme der eigenen Webseite zu erfassen. Eine stichprobenartige (und bestimmt nicht repräsentativ) durchgeführte Recherche in Eigenregie hat gezeigt, das viele den Standard-Tracking-Code von Google bis heute nicht der deutschen Rechtsprechung angepasst haben.

Genau genommen ist es wohl eine Grau-Zone: die deutschen Behörden haben bereits im Jahr 2009 darauf aufmerksam gemacht, das der Tracking Code von Google Analytics womöglich gegen geltendes Datenschutzrecht verstösst – in der Bundesrepublik versteht sich. Darauf hat sich Google mit den hiesigen Behörden auseinander gesetzt und eine Lösung erarbeitet die es jedem Webmaster ermöglicht, das Analyse-Tool legal verwenden zu können. Hier für ist jedoch eine Veränderung am Tracking-Code nötig, der einem – wenn ich nichts übersehen habe – aber nicht direkt in GoogleAnalytics selbst angeboten wird. Denkbar wäre eine Checkbox, über die man diese Option aktivieren kann. Aber weitergehende Information erhält man nur über die Hilfe-Seiten von Google Analytics, und nicht jedem wird sofort ersichtlich sein wie genau der Tracking Code angepasst werden muss. Darüber hinaus soll man in den Nutzungsbedingungen der Webseite darauf hinweisen, das Google Analytics zur Erfassung der Besucherströme eingesetzt wird. Eine dritte Option bietet jedem Besucher die Möglichkeit selbst aktiv der Erfasung seines Surfverhaltens zu Widersprechen – hierfür bietet Google für alle gängigen Browser ein Add-On an. Damit sei, so die Hamburger Behörden, der Nutzung von Google Analytics nichts entgegenzusetzen. Grundlegende Informationen zur Thematik hat Google im September 2011 in seinem Blog veröffentlicht.

Google Analytics Code anpassen

Aber wie passt man den Code an, so das er den Anforderungen gerecht wird? Im folgenden steht der Standard-Tracking Code, wie in Google Analytics von Haus aus empfiehlt:

<script type="text/javascript">
  var _gaq = _gaq || [];
  _gaq.push(['_setAccount', 'UA-XXXXXXXX-X']);
  _gaq.push(['_gat._anonymizeIp']);
  _gaq.push(['_trackPageview']);

  (function() {
    var ga = document.createElement('script'); ga.type = 'text/javascript'; ga.async = true;
    ga.src = ('https:' == document.location.protocol ? 'https://ssl' : 'http://www') + '.google-analytics.com/ga.js';
    var s = document.getElementsByTagName('script')[0]; s.parentNode.insertBefore(ga, s);
  })();
</script>

Der rot markierte Bereich ist derjenige, den Sie ihrem Code-Schnipssel hinzufügen müssen. Der blaue Bereich (UA-XXXXXXXX-X) ist durch die persönliche Tracking-ID der entsprechenden Website zu ersetzen. Mit dieser kleinen Änderung sind Sie auf der rechtlich sicheren Seite und können ohne Bedenken die Daten auswerten.

Der vollständigkeit halber noch ein Hinweis:
Durch die Anonymisierung der Besucher-IP-Adresse haben sie keinen Nachteil im Rahmen der Oberfläche von Google Analytics zu befürchten. Sie erhalten exakt die gleichen Auswertungen als wenn der Code-Schnippsel weggelassen wird. Der tatsächliche Unterschied findet nur im Hintergrund, im Datenbestand von Google, statt.