republica 2014: die interessantesten Beiträge (Update #5)

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Veröffentlicht:
Mai 2014

Die Konferenz Republica 2014 („Into the wild“) ist in vollem Gange. Bereits jetzt stehen zahlreiche Mitschnitte der Vorträge und Diskussionsrunden online. In den nächsten Tagen möchte ich hier die – aus meiner Sicht – interessantesten Beiträge aufführen. Thematisch werde ich mich nicht festlegen, und somit die unterschiedlichsten Bereiche berücksichtigen.


Den Beginn möchte ich machen mit einem Vortrag von Sascha Lobo. Die rund 70 Minuten der Rede zur Lage der Nation sind meines Erachtens gut investiert. In seinem Beitrag geht er auf den Stand der digitalen Gesellschaft ein und spricht auch Themen abseits des Spähskandals seitens der Geheimdienste an.


Der nächste Mittschnitt zeigt eine Diskussionsrunde zum Thema Lokaljournalismus. Abseits der großen Verlage und Tageszeitungen haben sich im Internet kleine, aber engagierte Communities von Journalisten zusammengefunden die über ihre Stadtteile berichten. Parallel zu den etablierten Blättern wird hier über politische Neuigkeiten aus der Nachbarschaft geschrieben ohne dem biederen Lokalpresse-Touch zu entsprechen. Diese Form der Berichtersattung erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Neben den Monetarisierungsmöglichkeiten ist auch das Mit- bzw. Nebeneinander der neuen Blogs und den alteingesessenen Zeitungen Bestandteil der Diskussion Into the Kiez: Gefahrengebiet Lokaljournalismus.


Soziale Netzwerke wie Twitter ermöglichen die Umgehung der typischen Gatekeeper in den klassischen Medien. Entsprechend dem Agenda-Setting Ansatz bietet sich dadurch die Möglichkeit, gesellschaftspolitische Themen publik zu machen, ohne auf die großen Massenmedien angewiesen zu sein. Der Beitrag Bye bye Gatekeeper: Wer bestimmt die Themen im Netz? beinhaltet zwei Kurz-Präsentationen die sich auf die Hashtags #Aufschrei und #SchauHin beziehen, mit welchen die Aufmerksamkeit der breiten Bevölkerung auf die Themen Sexismus und Rassismus im Alltag gelenkt werden konnte. Die anschließende Diskussion – ab ca. der 30. Minute – gerät leider etwas kurz, dennoch ein durchaus sehenswerter Beitrag.


Big Data ist nicht erst seit heute Thema. Doch was verbirgt sich hinter dem Schlagwort? Wo stecken die wirklichen Gefahren, und wo liegt die wahre Qualität? Viktor Mayer-Schönberger (am Rande: ein wunderbarer Redner) erklärt in seinem Vortrag Freiheit und Vorhersage: Über die ethischen Grenzen von Big Data auf, warum die Stichworte „Mehr“, „Unscharf“ und „Korrelationen“ die Kernqualitäten von Big Data darstellen und was dahinter steckt. Anschaulich visualisiert, verständlich erklärt, interessant aufbereitet.


Ebenfalls anschaulich und einleuchtend ist der Vortrag Vorratsdatenspeicherung für Anfänger und Fortgeschrittene. Die Referenten Anna Biselli und Andre Meister – beides Autoren bei netzpolitik.org – erklären von Grund auf was sich hinter der Vorratsdatenspeicherung verbirgt und wie sich diese Daten verwerten lassen.


Weitere Vorträge folgen in Kürze.

Letztes Update: 08. Mai 2014, 20.21 Uhr