Autorenstatistik aus Google Webmaster Tools entfernt

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Veröffentlicht:
August 2014

Vor geraumer Zeit wurden die Profilbilder von Autoren aus den Google Suchmaschinenergebnissen entfernt. Auch die Autorenstatistik, die Aufschluss darüber gab, welche Artikel neben dem Konterfrei für Suchende besonders interessant waren und angeklickt wurden, ist nun endgültig aus den Webmaster Tools verschwunden. Die vergangenen Tage und Wochen wurden die Werte stetig unpräziser und zeigten zum Schluß keinerlei Clicks und Impressions mehr an.

http://www.google.com/insidesearch/features/authorship/

Ein Beispiel: das Profilbild von Matt Cutts neben dem von ihm betriebenen Blog

Ziel des sogenannten Authorship (zu deutsch: Urheberschaft) war es, die Suchmaschinenergebnisse mit den Profilen aus Google+ zu vernetzen. Ein persönliches Profil im sozialen Netzwerk aus dem Hause Google reichte in Verbindung mit einer einmaligen Registrierung und einem kleinen Codeschnippsel (den es auf der Homepage einzubauen galt) aus, um prinzipiell sein Profilbild neben den relevanten Suchergebnissen (seiner eigenen Webseite) erscheinen zu lassen. Google erachtete dieses Vorgehen aus folgenden Gründen als sinnvoll:

Gut für Autoren wie Sie

  • Neu! Rufen Sie Statistiken für Ihre Inhalte in der Suche ab.
  • Heben Sie sich von anderen ab und bestätigen Sie Ihre Inhalte in den Suchergebnissen.
  • Steigern Sie die Zahl Ihrer Google+ Follower.
  • Helfen Sie Lesern, mehr Inhalte von Ihnen im Web zu entdecken.

Gut für das Web

  • Helfen Sie Nutzern, qualitativ hochwertige Inhalte im Web zu finden.
  • Ermöglichen Sie es ihnen, über Google+ mit Autoren in Kontakt zu treten.
  • Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Hilfe.

Quelle: http://www.google.com/insidesearch/features/authorship/

Google wollte sein soziales Netzwerk damals – die verlinkte Seite stammt immerhin aus dem Jahre 2011 – gegenüber Facebook in Stellung bringen und ein Teil vom Kuchen im Bereich der sozialen Netzwerke abhaben. Anknüpfungspunkt waren an dieser Stelle sämtliche Webseitenbetreiber und Autoren. Das diese Verknüpfung zwischen Search Enginge Results Pages (SERPS) und Google+ nun gekappt wurde wird dem soziale Netzwerk keinen Aufschwung verleihen. Bislang war es für jederman nur einen Klick entfernt: wer sich in den Ergebnisseiten aufhielt konnte mit einem Klick weitere Artikel des Autors ausfindig machen und mehr über den Autor erfahren. Und bei häufigerem Aufsuchen selbst Teil von Google+ zu werden. Dieser Versuch scheint nicht geglückt zu sein.

Andererseits wollte Google mit dem sogenannten „Author Rank“ ein vermeintlich weiteres Kriterium für die Beurteilung und Relevanz einzelner Seiten schaffen. Durchweg gute Artikel einzelner Autoren sollten in den Suchergebnisse höher eingestuft werden, als die Artikel von unbekannten oder gar Autoren die sich Spam-Methoden bedienten. Und damit verknüpft sollten auch die ein- und ausgehenden Links von Webseiten eine entsprechend höhere oder niedrige Gewichtung (Stichwort: Backlinks) erhalten.

Es wird spannend wie Google mit seinem Social Network und auch den Autorship weiter verfährt. Wird es im Google-Kosmos einen Ersatz für das Authorship geben?